Es regnet, doch die „Funken“ feiern

 

„Sollte irgendwann eine große Dürre das Land heimsuchen, dann feiern wir Funkenfest“, kommentierte der Vorsitzende des Fanfarenzugs Blaue Funken e.V., Hartmut Kath, das auch in diesem Jahr wieder suboptimale Wetter zum traditionellen Fest des Vereins im romantischen Funkengarten in Geisa.


Das Wetter konnte aber nicht die sensationelle Stimmung an vier tollen Tagen trüben.
Gäste aus nah und fern amüsierten sich bei einem komplexen Angebot aus Musik und Gaudi, bei köstlichem Essen und erlesenen Getränken.
Das große Fest startete mit einer House- Party am Freitag. Bekannte Schallplatten- Unterhalter wie John Baily pumpten die Bässe durch das Ulstertal und ließen selbst in Würde ergraute Fans der präelektronischen Beatmusik bei mehr als 120 Schlägen pro Minute zappeln.
Der Samstagabend stand im Zeichen des Bieres. Familie Kupetz präsentierte bei der ersten Geisaer Biermeile nicht nur fünf leckere Biersorten und Treberbrot, sondern als ausgewiesene Experten eine fachkundige theoretische Begleitung zur Materie. Wer dem Biergenuss weniger leidenschaftlich frönt, bekam von Weingott Bacchus Mahlstedt  und seiner Venus erlesene Weine oder in der Karibikbar Cocktails kredenzt. Wer das Außergewöhnliche suchte, konnte in der Gruselbar im Diebstürmchen die Grüne Fee küssen. Die Leber jubelte bei jedem Kuss- Absinth, du bist ein Hochgenuss.


Damit bei diesem hochgeistigen Angebot keinem Gast die Knie weich werden, konnte man sich mit vielfältigen Speisen eine ausreichende Grundlage schaffen.


Selbst Fischliebhabern machten die Funken deliziöse Offerten. Werner Weber präsentierte frischesten Fisch, raffiniert zubereitet und vorzüglich schmeckend. Musikalisch umrahmt wurde die Sause von der Rhönland-Band. Ein breites Repertoire – von volkstümlich bis aktuellem Rock – sorgte für ausgelassen Stimmung in einzigartiger Atmosphäre.


Nach sehr kurzer Nacht begann der Sonntag mit einem Gottesdienst im Funkengarten. Den anschließenden Frühschoppen und das Mittagessen begleitete die Unterhaltungs-Ikone Hugo aus Kranlucken. Nach Hugos erfolgreichem Warm- Up- Programm startete die Feiergemeinde in einen turbulenten Familiennachmittag. Ob Groß oder Klein, ob Jung oder Alt – die Blauen Funken bespaßen jeden, der uns besucht. Spannende Spiele, Kinderschminken, „Hau den Lukas“, Luftgewehrschießen oder auch nur ganz entspannt Kuchen essen und Kaffee trinken – jeder Geschmack und jede Neigung konnten problemlos bedient werden.


Die Kettener und Geisaer Kapellen zeigten ihr Können und spielten zur Freude ihrer Zuhörer auf. Ein Feuerwerk der Blasmusik begeisterte selbst die Gäste, die sich nicht zwingend zum Musikantenstadl- Klientel zählen.
Bei großartiger Stimmung endete der Familiennachmittag erst am späteren Abend.

 

Seinen Höhepunkt fand das diesjährige Funkenfest am Montagabend. Nicht nur Haxen der Firma Voll und das Kreuzberger Klosterbier, auch die Band Ringberg- Echo trieben die Laune der Gäste nochmals auf die Spitze des Stimmungsbarometers.
Als sich kurz vor Mitternacht der Funkengarten langsam leerte, kam die Zeit der „Feierbiester“. Funkenbrüder, Funkenschwestern und die konditionsstärksten Dauergäste versammelten sich auf dem Podium und der Tanzfläche. Die erstklassige Band überließ das Mikrofon lokal bekannten Freizeit- Sangesgrößen, die als verhinderte Künstler die Gunst der Stunde nutzten, um die Fans in exstatische Verzückung zu versetzen. Noch einmal vibrierte der „heilige“ Garten der Blauen Funken bei einem standesgemäßen Ausklang des diesjährigen Festes.
Wir bedanken uns bei allen Besuchern, Musikanten und Versorgern ohne deren Präsenz und Wirken das Funkenfest niemals die gewohnte Qualität erreichen könnte
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