Die Blauen Funken in der närrischen Saison 2013/14- eine Rückschau

Wie in jedem Jahr erwacht am 11. November der närrische Geißbock und meckert die Geisaer aus dem karnevalistischen Stand-by-Modus in die fünfte Jahreszeit. Auch wir Blauen Funken steigern ab Martini peu á peu unsere Aktivitäten zur Unterstützung des uralten Fastnachtsbrauchtums in Geisa. Seit Anfang November bereitet sich der Fanfarenzug im Verein intensiv auf die musikalische Bekleidung der Fastnacht in der Narrhalla und in den Gassen der närrischen Ulstertalmetropole vor. Die vielen Übungsstunden fanden auch in diesem Jahr in der Firma Spezialbau Mahlstedt statt. Wir danken unserem Funkenbruder Steffen Mahlstedt, dass wir dieses Ausweichquartier kostenfrei nutzen dürfen bis in Bälde der Funkengarten als Heimstatt des Vereins in neuem Glanz erstrahlen wird.

Der Höhepunkt der närrischen Zeit beginnt mit der Prinzenkürung, wobei die Blauen Funken bereits einen Abend vor der offiziellen Inthronisierung ihren Funkenprinzen küren. In dieser Saison führte Funkenprinz Martin I. von der Schraube (Martin Saul) den Verein mit närrischer Energie und Ausstrahlung durch die Saison. Nach einer Funken gemäßen Feier im Wirtshaus „Zum goldenen Stern“ fieberten wir am anderen Tag der geheimnisumwitterten Präsentation des offiziellen Geisaer Prinzenpaares entgegen. Als sich der Vorhang öffnete, war die Freude der Blauen Funken groß, denn mit Anne IV. vom Siebenborn (Anne Melzer) begrüßte eine Prinzessin die tobende Menge, die sehr stark mit unserem Verein verbunden ist. Prinzessin Anne entstammt nicht nur einer alten und mächtigen Funken-Dynastie, sondern gab auch jahrelang- den Tambourstab schwingend- Takt und Rhythmus unseres Fanfarenzuges an. Mit Benito vom Ammenhof zum Siebenborn (Benito Rohm) präsentierte der GHCC den passenden Prinzen. Dem Prinzenpaar gelang es in beeindruckender Weise mit Stil, Charme, Traditionsbewusstsein und unerschöpflicher Ausgelassenheit die Narren zu verzaubern und den Geisaern eine unvergessliche Saison zu bieten. Selbstverständlich halfen viele Mitglieder unseres Vereins bei der standesgemäßen Ausschmückung der Prinzessin- Allee. Zu Ehren des Prinzenpaares trugen unser Vereinsvorsitzende Hartmut Kath und Funkenbruder Thomas Kupetz ein Büttenprogramm vor, welches Kritik an Politik und Gesellschaft geistreich pointierte und im Publikum begeisterte Resonanz auslöste. Die Mitglieder unseres Vereins sind Thomas Kupetz als Schöpfer des Programms zu großem Dank verpflichtet, weil solche qualitativ hochwertigen Präsentationen das Bild des Vereins in der Öffentlichkeit prägen. In diesem Zusammenhang muss auch der Motivwagen unseres Vereins genannt werden, der den Fanfarenzug flankierend die traditionelle „Speerspitze“ des Geisaer Rosenmontagsumzuges bildet. Dieser jährlich ausgezeichnete Wagen ist das Produkt der Kreativität, des handwerklichen und künstlerischen Könnens und des Fleißes unserer Vereinsmitglieder. Besonderen Dank gilt dabei unseren beiden Veteranen Berthold Reinhard und Lutz Melzer sowie Robert Ritz, die sich in besonderem Maße beim Bau des Motivwagens einbringen.

Als besondere Höhepunkte der diesjährigen Saison feierten wir zum einen den 50. Geburtstag unseres Funkenbruders Ralf Melzer, der als Vater der Prinzessin Anne zum Königsball in das närrische Palais am Siebenborn einlud. Hofstaat und Blaue Funken zelebrierten bis in die Morgenstunden eine wilde Party. Zum anderen bejubelten wir auch heuer wieder das 25-jährige Prinzenjubiläum eines Funkenbruders. Als Kultfigur und eines der letzten Geisaer Originale verehrt, huldigte die Narrenschar unseren ehemaligen Vereinsvorsitzenden Werner Weber als Silberprinzen. Dass dieser das Jubiläum grandios inszenierte und feierte, ist selbstverständlich.

Neben vielen erinnerungsträchtigen Karnevalsfeiern in der Narrhalla, den Wirtshäusern, den Gassen und im privaten Raum hat unser Fanfarenzug nicht nur die Geisaer Foasenacht prägend mitgestaltet, sondern auch unser heimisches Brauchtum außerhalb der Rainstadt präsentiert. Auswärtsspiele der Blauen Funken finden sparsam dosiert statt, der Besuch bei unseren Freunden in Grüsselbach und Geismar gehören aber zum obligatorischen Programm unseres karnevalistischen Treibens.

Mit dem Kehraus in der Nacht zum Aschermittwoch endete die Geisaer Fastnacht im traditionellen Modus. Beim mit Applaus überschütteten Prinzenpaar, aber auch beim von den Blauen Funken hochverehrten GHCC bedanken wir uns für eine grandiose Saison.

Mit der vorösterlichen Fastenzeit kehrt nun eine kurze Ruhephase ein, bevor die unmittelbare Vorbereitung des Funkenfestes, welches vom 4. bis 7. Juli wieder im Funkengarten stattfindet, startet.

 

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