Gereimte Funkengeschichte

 

Weit über die Grenzen unserer Rhön

kennt man der Blauen Funken Getön.

Wenn Fanfaren erklingen und Trommeln dazu,

dann ist es vorbei mit lähmender Ruh.

Da weiß ein jeder, ob klein oder groß –

die „Funken“ sind da – jetzt ist hier was los.

Ein Fanfarenzug, so wunderbar,

mit unerschöpflichem Repertoire,

ein Männerverein durch Korpsgeist verbunden,

das kann jeder Funkenbruder bekunden.

 

Die Geschichte unserer schmucken Schar

begann im 1952er Jahr.

16 Männer gaben sich damals das Wort,

etwas Bleibendes zu schaffen im Heimatort,

als „Feierabendbrigade“ mit Idealismus und Fleiß

zu verschönern ihr geliebtes Geis´.

Der Gründungsväter Ideale

sind auch heute noch zentrale

Elemente der Vereinsarbeit

in ewiger Beständigkeit.

 

Das Funkenfest als Tradition

verzückt unsere Gäste Jahrzehnte schon.

Dieses Ereignis ist stets brillant

und weit über Geisas Grenzen bekannt.

Unser Engagement, das muss man sagen,

wird durch die Partner und Kinder mitgetragen.

Nur so hat man es durch die Zeiten geschafft,

zu erhalten der „Funken“ Schaffenskraft.

 

Anfang der 60er hat man sich unterhalten

und beschlossen die Fastnacht mitzugestalten.

Als Kapelle in napoleonischer Uniform –

schnell brachten die Männer sich musikalisch in Form.

Paul Siebert aus Schleid und Kindermanns Hans

verliehen den „Funken“ stilistischen Glanz.

Trotz Engpässen wurden alle Hürden genommen,

die Geisaer haben dies dankend angenommen.

 

So wurde es zur Tradition

und das seit 4 Jahrzehnten schon,

dass die „Funken“ mit Recht und Fug

anführen den Rosenmontagszug –

mit Mottowagen in närrischer Weis´,

dazu das Mariechen und ´ne waschechte Geis.

Zur Ehrung der Tollitäten sogar

begleiten wir das Prinzenpaar

mit Trommel- und Fanfarenschall

ins Kulturhaus, der Hinkelshagener Narrhall´.

 

Erwähnenswert ist, welch heller Schein –

12 Prinzen kamen aus unserem Verein.

Sie führten mit funkentypischer Heiterkeit

die Rainstadt durch die fünfte Jahreszeit.

Die Geisaer Fastnacht ohne die Funkenschar

ist wie Point Alpha ohne Dücker – einfach undenkbar.

So ist klar, dass unsere Aktivität

zur Fastnacht noch viel weiter geht.

So präsentierte unser Verein, ab und an,

auf der Bühne ein mitreißendes Show-Programm.

Erinnert sei an Schneewittchen im Märchen-Event

oder an die „Geisaer Fresserband“.

Wir präsentierten den Chor vom „Lücken-Bau“,

auch die Donkosaken, das war ´ne Schau.

Beim Funken-Gardetanz hat der Saal erlebt,

wie zu den „Alten Kameraden“ die Bühne gebebt,

als die graziösen Tänzer voll Manneskraft

mit dem Fuße aufgestapft.

Legendär ist auch das kultivierte Geläster

von Jutta Melzer, unserer Funkenschwester.

Ihre Bütten, bei denen der ganze Saal lacht,

machten sie zur Ikone der Geisaer Foasenacht.

 

Deshalb ist es klar, wie kann´s anders sein,

der GHCC ist unser Partnerverein.

Rivalisierende Freundschaft mit Seitenhieb –

im Grunde genommen aber hat man sich lieb.

Die Hassliebe hat damals angefangen

zu Zeiten Zillis und Wolfgang Fabers, dem Langen.

Trotz Stammtischbrüderschaft haben die scharf konkurriert

und ihre Beziehung auf die Vereine projiziert.

Eine Streitkultur augenzwinkernd kultiviert,

mit gegenseitigem Respekt stets ausbalanciert.

Eng verzahnt -  es geht nur so –

für unser aller Heil und Wohl.

Denn unsere Fastnacht deshalb blüht,

weil der echte Geisaer sich bemüht

zu planen, zu machen, gezielt zu gestalten,

um die Tradition am Leben zu halten.

 

 

 

Geisa, Januar 2010